Fahrschule-Celle-Delta-Drive

Senioren und Führerschein

Der Anteil älterer Menschen in unserer Gesellschaft wächst – und viele von ihnen sind weiterhin mobil mit dem eigenen Auto unterwegs. Eine aktuelle Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigt jedoch: In Baden-Württemberg steigt die Zahl der verunglückten Seniorinnen und Senioren – entgegen dem allgemeinen Trend.


Mehr Unfälle trotz weniger Gesamtbeteiligter

Zwischen 2013 und 2023 sank die Gesamtzahl der Autofahrer*innen, die an Unfällen mit Verletzten oder Toten beteiligt waren, um rund 20 % auf etwa 34.900.

Bei den Fahrerinnen ab 75 Jahren sieht die Entwicklung jedoch anders aus:
➡️ +14 % mehr Unfallbeteiligte – insgesamt rund 2.400 Personen.
➡️ 76 % der über 75-Jährigen verursachten den Unfall selbst.
➡️ In 1.839 Fällen waren Senior
innen Hauptverursacher – 15 % mehr als 2013.

Ein Grund: Immer mehr Ältere sind unterwegs. Laut GDV stieg die Strecke, die Menschen ab 75 Jahren mit dem Auto zurücklegen, zwischen 2008 und 2017 um ganze 81 %. Und der Trend setzt sich fort.


Verkehrsminister: „Fahrtüchtigkeit ist keine Frage des Alters“

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann betont:
🙅‍♂️ Pauschale Regeln oder ein verpflichtender Führerscheinentzug für Ältere sind nicht sinnvoll.
Er setzt auf Eigenverantwortung:

  • Wer sich unsicher fühlt, sollte seine Fahrtauglichkeit freiwillig überprüfen lassen – z. B. beim Arzt oder in der Fahrschule.
  • Auffrischungsstunden bei professionellen Fahrlehrer*innen können helfen, sicherer zu bleiben.
  • Angehörige, Freundinnen und Ärztinnen sollten offen das Gespräch suchen, wenn sie das Gefühl haben, dass Autofahren vielleicht zur Belastung wird.

Warum das Risiko ab 75 Jahren steigt

Mit zunehmendem Alter lassen Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit nach.
Das fällt besonders auf bei:

  • komplexen Kreuzungen,
  • ungewohnten oder neuen Strecken,
  • viel Verkehr und vielen unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern.

Der GDV empfiehlt sogenannte Rückmeldefahrten:
Nach einer ca. 45-minütigen Fahrt im eigenen Auto bekommen Senior*innen eine vertrauliche Rückmeldung von Experten – ohne Konsequenzen für den Führerschein.
So können sie ihr Verhalten anpassen und möglichst lange sicher mobil bleiben.


ADAC: Keine verpflichtenden Prüfungen für Senior*innen

Auch der ADAC Württemberg ist gegen verpflichtende Fahrtauglichkeitsprüfungen ab einem bestimmten Alter. Aus ihrer Sicht zählen:

✔ Gesundheitszustand
✔ Erfahrung
✔ Verhalten im Straßenverkehr

Viele ältere Fahrer*innen zeigen einen defensiven, vorausschauenden Fahrstil und vermeiden riskante Situationen bewusst.


Delta Drive Tipp

Für ältere Fahrer*innen oder Angehörige kann ein freiwilliges Beratungsgespräch oder eine Auffrischungsfahrt bei uns in der Fahrschule eine echte Hilfe sein – ganz ohne Druck, aber mit professioneller Einschätzung und wertvollen Tipps.

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